Teil 1: Geschichte der Akt- und Dessousfotografie

Zu Beginn ein kurzer Überblick über unsere Blogserie:

Heute laden wir dich zu einer kleinen fotografischen Geschichtsstunde eine, denn in der Fotografie sind ästethische Aktaufnahmen schon seit Beginn Tradition. Wobei wir Fotografen auch neidvoll zugeben müssen, dass es bereits vor der Erfindung der Fotografie bereits jahrtausendealte Darstelllungen von nackten Körpern gab. Wir haben dich nun angefixt zum Thema Aktfotografie und deren Entwicklung? Dann lies diesen Beitrag einfach weiter.

Die ganz alte Schule

Starten wir doch erst einmal zum warm werden, ein paar Jahre vor Erfindung der Fotografie. Im antiken Ägypten waren nackten Menschen in den Wandbemalungen und neben Hyroglyphen keine Seltenheit, so wurden sie als Teil einer Geschichte bildlich für die Ewigkeit festgehalten. Dabei konnte es sich um alltägliche Situationen, aber auch um erotisch inszenierte Posen handeln. Zum Beispiel ist eine Wandbemalung überliefert, die wohl eine Tänzerin nackt und als Akt interpretiert zeigt. Die wohl bekanntesten Darstellungen des menschlichen Körpers, sexuell interpretiert, stammen jedoch aus dem hochkulturellem Indien und sind als Kamasutra wohl fast jedem bekannt.  

Ebenso in der langen Historie des antiken Griechenland sind Studien des nackten menschlichen Körpers zu finden und allein alle griechischen Statuen sind die Vorreiter der heutigen Akte. Hierbei wurden ganz klassische Modelle und Schönheitsideale dargestellt, aber auch mythologische Abbildungen waren keine Seltenheit. Adonis ist hier ein sehr schönes Beispiel. Wer direkt an den weltbekannten David denken musste, liegt auch richtig, jedoch wurde dieser im 16. Jahrhundert (genauer zwischen 1501 und 1504) von Michelangelo in Florenz, Italien gefertigt.

Die ersten Aktbilder

Die ersten Aktbilder fotografierte wohl im Jahre 1853 der Franzose Eugène Durieu, der jedoch kein professioneller Fotograf war, sondern hauptberuflich Verwaltungsjurist. Auch Bruno Braquehais war ein Pionier in der Aktfotografie. Er betrieb von 1852 bis 1874 ein Fotostudio in Paris, indem er hauptsächlich künstlerische Aktfotos, aber auch Portraits anfertigte.

Somit entwickelte sich die Aktfotografie in den 1870er Jahren weiter und wurden vermehrt als „Reizfaktor“ für Männer angefertigt und für viel Geld verkauft. In dieser Zeit waren die Modelle noch nicht ganz nackt, sondern immer noch mit einem Tuch oder einer Art Stoff teilweise verhüllt, da bloße Nacktheit ein Tabu darstellte. Hierbei wurde auch mit dem Blick des Models gespielt. Wenn sie direkt in die Kamera schaute, war sie laut damaliger Definition mit der Betrachtung ihres fast entblößten Körpers einverstanden, was für mehr „prickeln“ bei den Herren und für mehr Geld in der Tasche des Fotografen sorgte. Hierbei gab es große Unterschiede. Einige der Fotografen sahen die Aktfotografie als Kunst an und inszenierten die Schönheit der erotischen Fotografie mit Finesse. Andere Fotografen arbeiteten anonym für Bordelle, um eine Art „Angebotsübersicht“ zu erstellen.

Einen weiteren großen Sprung gab es in den 1920er Jahren. Hier wurde ein neues Körpergefühl gefeiert, die Freikörperkultur (FKK) kam auf und der Umgang mit Aktfotos wurde gesellschaftstauglicher. Die wilden Zwanziger waren gefüllt von Übermut, Alkohol und Freizügigkeit auf der Bühne und vor den Kameras.

Einen großen Beitrag im Bereich Aktfotografie der Moderne leistete der weltbekannte Fotograf Helmut Newton. Dieser war ab den 1970er Jahren einer der begehrtesten, sowie teuersten Fotografen in den Bereichen Akt-, Mode-, Porträt-  und Werbefotografie. Weltbekannt und unbezahlbar sind viele seiner Bilder von jungen Models und Frauen in Magazine, Zeitschriften und seinem Bildband „SUMO“, der Weltrekorde brach.

Der kleine große Unterschied

Nach all den Infos nun noch ein kleiner Exkurs zu den Unterscheidungen von Aktfotografie und Pornografie.

In unserem Fotostudios bieten wir von den beiden oben genannten ausschließlich Aktfotografie an, da bei dieser die künstlerische Darstellung im Vordergrund steht, bei der es viel Feingefühl und Erfahrung benötigt. Bei Aktbildern können wir künstlerisch arbeiten und uns selbst beim Setzen des Lichtes immer wieder neu herausfordern. Wir fotografieren niveauvolle sowie ästhetische Bilder, gern mit komplett nackter Haut, wundervoll natürlichen Körpern, Formen und rücken auch deinen Körper erotisch ins richtige Licht. Dabei verzichten wir bewusst, wie in der Pornografie üblich, auf die Ausleuchtung des Intimbereiches.

Pornografie entspricht nicht unserem Sinn von Ästhetik, da uns diese Art der Fotografie zu persönlich ist. Dabei steht der künstlerische Anspruch im Hintergrund und die sexuelle Erregung im Vordergrund. Diese Art Fotos sind meist sehr provokant und lassen der Fantasie keinen Platz, um sich zu entfalten und dies entspricht nicht unserem Stil, daher bieten wir diese Art der Fotografie in keinem unserer Fotostudios an.

Bist du nun etwas Neugierig geworden und möchtest gern selbst einige Aktfotos von dir haben? Das ist wunderbar! Wir beraten dich gern per Telefon, E-Mail oder persönlich in einem unserer Studios.

Im nächsten Blogbeitrag geht es um Teil 2: Dessousfotografie oder doch lieber Akt