Photokina 2010– Unser eintägiger Messebesuch in Köln

Nachdem unser Chauffeur Claas seine ganzen Photogenika-Schäfchen um 5 Uhr morgens am vereinbarten Treffpunkt am Isartor aufgegabelt hatte, erwartete uns eine fünfstündige Autofahrt nach Köln. Denn wir hatten großes vor: die Photokina „auf den Kopf stellen“ 🙂

Als wir endlich da waren, ging unsere Erkundung auch schon in großen Schritten los. In insgesamt 7 riesigen Hallen wurden uns die unterschiedlichsten Dinge dargeboten: von Rahmen in allen Größen und Formen, ausgefallenen Passepartouts, über verschiedene Showattraktionen mit Topfotografen bis hin zu den unterschiedlichsten Fotoausrüstungs-Anbietern wie Nikon, Canon, Leica etc. Die Fülle an Informationen schien einen erst einmal schier zu erschlagen wollen, daher war es gut, dass wir uns in den Tagen davor schon überlegt hatten, welche Aussteller mit ihren Ständen ganz oben auf unserer Wunschliste standen. So schauten wir beispielsweise beim CentralVerband Deutscher Berufsfotografen vorbei, um uns über die neuen Berichtshefte für Azubis zu informieren, da diese in ihrer Aufmachung verändert worden sind. Laura, unsere Azubine im letzten Ausbildungsjahr, war auch gleich sehr angetan davon, da die Aufgabenstellungen klarer und dem entsprechenden Ausbildungsjahr besser angepasst worden sind. Die allererste Aufgabe, die mich als Azubine im ersten Lehrjahr laut neuem Berichtsheft also erwarten wird, wäre die Untersuchung der Bilderscheinung bei Benutzung verschiedener Brennweiten. Sobald ich diese Aufgabe hinter mir haben werde, werde ich Ihnen selbstverständlich hier davon berichten.
Des Weiteren haben wir am Nikon-Stand die Neuheiten auf dem Markt getestet, um zu sehen mit welchen Ausrüstungsteilen wir unser Equipment noch besser machen könnten. Es wurde geknipst und gestöbert und dann mit leuchtenden Augen zum nächsten Stand gezogen.
Dessen Aussteller bot wunderbar extravagante Passepartouts und Alben an, die uns sogleich ins schwärmen brachten. Und da Frauen ja bekanntlich schnell in einen Kaufrausch geraten, wenn ihnen etwas besonders gut gefällt, war es gut, dass wir unseren realistisch denkenden Claas dabei hatten, der uns auf den Boden der Tatsachen zurückholte und uns bat mit dem Einkauf noch ein wenig zu warten und uns lediglich auf die Mitnahme eines Kataloges zu beschränken, da sonst vermutlich ein Schwertransporter nötig gewesen wäre ;))
Zwei Stunden vor Ende der Messe, hörten wir uns dann noch einen sehr pfiffigen Vortrag von einem jungen Hochzeitsfotografen an, der unglaublich schöne Fotos, mit oft wenig Ausrüstung macht und uns einige seiner Techniken und Tipps nahe brachte.
Nach 7 Stunden Messe brachen wir dann, von den vielen Eindrücken völlig berauscht, unsere Heimfahrt an, die aufgrund einer klitzekleinen Autopanne (die wir jedoch souverän selbst behoben) und eines Staus leider etwas ausgedehnter ausfiel als gewünscht.

Nichtsdestotrotz war es ein sehr schöner Tag und wir freuen uns schon aufs schmökern in den mitgebrachten Broschüren und Katalogen, um Ihnen bald ein paar neue Besonderheiten anbieten zu können!