Barock Portrait

Um neben den fotografischen Tätigkeiten im Betrieb auch noch weitere Bereiche der Fotografie kennen zu lernen, wird einem Azubi bzw. dessen Betrieb am Anfang der Ausbildung von der HWK der Kauf eines Berichtsheftes ans Herz gelegt, in dem neben den wöchentlichen Berichten auch fotografische Aufgaben ausgeführt werden sollen. Diese dienen stets einem Lernzweck, um grundlegende Dinge zu erarbeiten und sich genau mit seiner Kamera , den Einstellungen und Möglichkeiten, wie deren eventuelle Grenzen und den damit verbundenen Schwierigkeiten auseinander zu setzen.

Eine dieser Aufgaben möchte ich hier gerne zeigen: Zu fotografieren war ein Portrait im barocken Stil, Planung und Umsetzung nach eigenem Ermessen, nur das Endformat sollte das eines Dyptichons sein (Dyptichon=in der Malerei ein zweigeteiltes Gemälde). Meine erste Idee war, bei einem Kostümverleih ein bombastisches Kleid auszuleihen. Ganz einfach. Oder?

Naja, die Verleihpreise haben mir recht schnell die Sprache verschlagen und mein Verstand sagte mir, dass ich wohl noch ein paar Jährchen arbeiten müsste, bevor ich mal locker flockig ein paar viele Euro ausgeben könnte, um mir so ein Kleid für wenige Stunden mieten zu können. Da Not jedoch bekanntlich erfinderisch macht und in unserem Beruf Kreativität die Basis alles Schaffens ist, habe ich kurzerhand und mit Hilfe zwei weiterer begabter Hände (Danke Oma!) zu Nadel und Faden gegriffen, um mir eine barocke „Halskrause“ und einen passenden Haarschmuck zu basteln. Dank meinem unglaublich geduldigen Model (Danke Tina!) und den Haar-& Make-Up-Künsten einer lieben Freundin (Danke Lea!) ist am Tag des Fotoshootings ein Ergebnis entstanden, das sich wirklich sehen lassen kann.

Aus dieser Erfahrung heraus kann ich die Aussage von Karl Valentin: „Kunst ist schön – macht aber viel Arbeit!“ nur bestätigen, bin aber der Meinung, dass „wenn die viele Arbeit Spaß macht und das Ergebnis zufriedenstellend ist, Kunst noch viel schöner ist!“

2 Kommentare

  1. Liebe Natascha,

    an diesem Bild ist kaum etwas retuschiert worden, da das nicht nötig ist, wenn man mit einer sehr gut ausgebildeten Visagistin zusammenarbeitet 😉

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