Während unserer Azubischulung in der letzten Woche probierten wir das „Stroboskopblitzen“ aus.
Das hört sich nun zwar sehr technisch und kompliziert an, ist aber eine tolle Möglichkeit Bewegungen oder Bewegungsabfolgen eingefroren in einem Bild darzustellen.

Manche von Ihnen kennen diese Bilder eventuell aus dem Fernsehen oder aus dem Web, auf denen bekannte Sportler in waghalsigen Szenerien spektakuläre Bewegungen performen und welche in Hochglanz Fotografien dokumentiert sind.

Ich will im Folgenden einmal erläutern, was man sich unter Stroboskop(-blitzen) vorstellen kann, wie es funktioniert und auf was man achten muss.

Ein Stroboskop ist ein Blitzgerät, das Lichtblitze in sehr regelmäßigen zeitlichen Abständen abgibt, wodurch bei dunkler Umgebung Bewegungen eingefroren in einer Abfolge von stehenden Bildern erscheinen. Ist die Umgebung dunkel genug, wird sich das Auge auf die durch das Stroboskop erzeugte Helligkeit einstellen und daher nur Bilder sehen, wenn ein solcher Blitz die Szenerie beleuchtet.

Es entstehen abgehackt erscheinende Bewegungen, die aus einer Abfolge von Bildern bestehen. Soviel dazu, aber wie funktioniert das Ganze!?

02 Stroboskopblitzen Photogenika

Folgendes wird benötigt:

  • Dunkler großen Raum/Fläche oder Fotostudio
  • Kamera
  • Kamerastativ
  • Blitzlampe mit Lichtformer (z.B.: Beautydish)
  • Funkauslöser
  • Sportler oder Model

Wie funktioniert das nun in der Praxis?

Wir haben während unserer Schulung hier in unserem Fotostudio im Westend ein Model fotografiert welches eine Sprungbewegung vollzog. Um auf einem Bild mehrere eingefrorene Bewegungen darstellen zu können, muss man die Kamera auf das Stativ montieren, die Belichtungszeit relativ lange einstellen, in unserem Fall 2s, dann das Model dort platzieren lassen, wo voraussichtlich der Sprung vorgenommen wird und Sie sich in der Luft befindet.

Anschließen das Model an fokussieren, den Autofokus ausschalten und das Objektiv nicht mehr bewegen, um den Fokus nicht auf eine falsche Ebene zu legen. Bei der verwendeten Blitzlampe ist es wichtig, dass das Einstelllicht ausgeschaltet ist, damit die Umgebung vor und nach den Stroboskopblitzen dunkel genug ist um keine störende „Wischbewegungen“ im Bild zu haben.

Auf los geht’s los.

Der Fotograf gibt das Startkommando, drückt den Auslöser und gleichzeitig beginnt das Model mit der Bewegung. Während der Bewegungsausführung blitz der Stroboskopblitz nun so oft, wie es der Fotograf möchte und wie viele eingefrorene Bewegungen erzielt werden sollen.
Hat man keinen Stroboskopblitz, kann man alternativ den Funkauslöser in die Hand nehmen oder manuell den Blitz am Blitzkörper auslösen.

Da die Umgebung dunkel ist wird die Beweg ung nur dann sichtbar und eingefroren, wenn der Blitz die Bewegung trifft und der Sensor belichtet wird.

Wie das Endergebnis aussieht, könnt Ihr unten sehen.

Ihre Belinda

01 Stroboskopblitzen Photogenika