Stellt euch Businessfotos vor. Denkt ihr da sofort an Anzug, Krawatte und ein neutrales Lächeln vor grauem Hintergrund? Das kann sein, muss aber nicht! Bei uns im Photogenika Studio in München erleben wir jeden Tag, wie vielfältig Businessfotografie sein kann. Kürzlich hatten wir ein besonders spannendes Projekt, das alles andere als 08/15 war: Ein Autorenfoto-Shooting für die Horrorbuch-Autorin Cornelia Kiener. Seid ihr neugierig geworden? Dann nehmt euch kurz Zeit, ich erzähle euch davon!
Von Anwälten bis Yogis: Die Bandbreite der Businessfotografie
Wir haben wirklich die unterschiedlichsten Menschen und Branchen bei uns im Studio. Mal ist es die Anwaltskanzlei, die seriöse und vertrauenswürdige Portraits für ihre Website braucht, mal die Tierarztpraxis, die Empathie und Fürsorge ausstrahlen möchte. Dann wieder eine Yogaschule mit dem Wunsch nach entspannten, authentischen Bildern oder ein Designstudio, das Kreativität und Innovation zeigen will. Selbst Banken und Versicherungen kommen zu uns. Ihr seht: Die Anforderungen sind so individuell wie die Menschen selbst. Gerade Bilder für den Online-Auftritt sollen ja Vertrauen wecken, Kompetenz signalisieren und gleichzeitig sympathisch und zugänglich wirken – und das alles natürlich passend zum Corporate Design und am besten für alle Kanäle von der Website bis Social Media.
Besonderer Auftrag: Ein Portraitfoto für den Horror
Autorenportraits sind dabei eher eine Seltenheit in unserem Alltag. Und eine Autorin, die im Horror-Genre zuhause ist? Das war auch für uns neu und deshalb doppelt aufregend! Cornelia Kiener beauftragte uns, Fotos für ihr neuestes Buch und ihre Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Sofort war klar: Hier können wir kreativ werden! Wir wollten Bilder schaffen, die nicht nur professionell sind, sondern auch die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre ihrer Geschichten widerspiegeln.
Die Chemie muss stimmen: Farbe, Licht und gute Gespräche
Cornelias Visitenkarte und Homepage werden von einem kräftigen Rot dominiert. Als sie dann erwähnte, dass es in ihrem Buch auch um Vampire geht, war die Assoziation natürlich perfekt! Rot wurde also zu einer unserer Leitfarben im Shooting. Wir experimentierten viel mit Licht – mal weicher für klassischere Portraits, mal härter und kontrastreicher, um eine dramatischere, düsterere Stimmung zu erzeugen. Ziel war es, eine Bandbreite an Bildern zu schaffen, die sie flexibel einsetzen kann, die aber immer einen besonderen, zu ihr und ihrem Genre passenden Look haben.
Hinter den Kulissen: Mehr als nur Bilder machen
Was ich an solchen Shootings liebe, ist der Einblick in andere Welten. Während wir fotografierten, erzählte Cornelia viel über ihre Arbeit als Autorin und Self-Publisherin. Es war unglaublich spannend zu hören, wie das alles funktioniert, welche Hürden es gibt, aber auch, wie viel Herzblut darin steckt. Sie verriet sogar, dass sie für ihre Recherche manchmal Bekannte bei der Polizei kontaktiert, um sicherzustellen, dass bestimmte Details in ihren Geschichten möglichst realistisch sind. Solche Gespräche machen ein Shooting für mich erst richtig lebendig und helfen dabei, die Person vor der Kamera authentisch einzufangen.
Was genau sind eigentlich Autorenfotos?
Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was genau Autorenfotos oder ein Autorenporträt (oft auch Autorenportrait geschrieben) von anderen Businessbildern unterscheidet. Im Grunde sind es Portraitfotos, die speziell für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Autoren und Autorinnen gemacht werden. Sie dienen oft als Imagefotos oder Pressefotos. Man braucht sie für Buchcover, Klappentexte, Interviews, Ankündigungen von Lesungen, die eigene Website, Social-Media-Profile und für Pressemitteilungen, die von Buchverlagen oder den Autoren selbst herausgegeben werden. Das Ziel ist es, dem Leser ein Gesicht zum Namen zu geben und die Persönlichkeit hinter den Geschichten zu zeigen – mal nachdenklich, mal geheimnisvoll, mal offen und sympathisch, je nach Autor und Genre. Manchmal wird auch der Begriff Autorenbild verwendet.
Gespannt auf das Ergebnis
Wir haben an diesem Tag eine Serie von Bildern geschaffen, die, wie ich finde, Cornelia Kieners Persönlichkeit und die Essenz ihrer Arbeit gut einfangen – mal klassischer, mal düsterer und perfekt passend zum Horror-Genre. Ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie sich die finalen Portraitfotos im Buch und auf ihrer Website machen werden! Es war definitiv ein Highlight und ein tolles Beispiel dafür, wie vielfältig und kreativ Autorenfotos sein können – weit entfernt vom Standard-Businessportrait.
Eure Barbara