07.09.2010 – 11.09.2010: zweite Ausbildungswoche

„Übung macht den Meister“ – ganz diesem Sprichwort entsprechend habe ich mich in der zweiten Woche hier bei Photogenika intensiv mit der Übung an Passfotos beschäftigt, damit ich sobald wie möglich das richtige Gefühl dafür bekomme und weiß auf was ich alles achten muss. Und das ist, auch wenn man es nicht glauben mag, eine ganze Menge! Für Sie als Kunden sind Passfotos ja eine Sache von höchstens einer viertel Stunde, Sie werden ins Studio begleitet, nehmen auf unserem kleinen schwarzen Drehhocker platz, werden von einer unserer Fotografinnen in Pose gesetzt, fotografiert und bekommen dann, wenn Sie sich für eine Sofortentwicklung entschieden haben, ihre Passfotos gleich mit nach Hause.
Ich hingegen bin vor jeder Passbild-Übung nervös, da ich stets das Gefühl habe, ich könnte etwas vergessen, denn es wirken so viele Kleinigkeiten mit, dass ein Passbild gut wird und natürlich auch von den Ämtern für Führerschein, Reisepass, Personalausweis etc. angenommen wird.

Zum Beispiel die Beleuchtung: Alle Lampen müssen richtig stehen, damit es keine dunklen Schatten gibt oder Kanten auf dem zu fotografierenden Gesicht. Dafür muss auch stets aufgepasst werden, dass auf den hinteren beiden Lampen ein Aufsatz ist, der das Licht gleichmäßig streut und kein Spotaufsatz, der eventuell in einem Bewerbungs-Shooting davor verwendet wurde!

Dann sollte der Funkauslöser an Kamera und Lichtset aktiviert sein, denn ohne Funkauslöser kein Blitz und ohne Blitz kein gutes Foto.

Ebenfalls zu beachten, die Position der zu fotografierenden Person: der Hocker sollte auf solch eine Höhe eingestellt werden, dass man die Füße bequem auf den Boden abstellen kann; der Körper muss aufrecht sein, die Schultern gerade, das Gesicht direkt zur Kamera. Doch damit ist es noch lange nicht perfekt, denn Augen, Nase und Kinn müssen in einer Linie sein und ebenfalls geradeaus zur Kamera.

Frauen mit langen Haaren sollten diese am Besten zusammenbinden, denn bei biometrischen Passfotos (d.h. Passfotos für Reisepass) müssen die Ohren zu sehen sein, was bei offenen Haaren nicht möglich ist und bei Frauen mit besonders voluminösen Haaren, kann zudem oftmals das ganze Bild damit ausgefüllt sein, sodass kein weißer Hintergrund mehr zu sehen ist.

Außerdem sollte bei Hemden, Blusen etc. der Kragen gleich sein!
Kurz gesagt: Symmetrie ist alles 🙂

Damit aber diese Nervosität ganz bald aufhört, habe ich wie schon angesprochen, viel geübt und werde dies auch weiter tun!
Bei einer dieser Übungen letzte Woche habe ich die Erlaubnis bekommen, die Fotos auf die Homepage stellen zu dürfen, damit ich Ihnen zeigen kann, wie solch ein Endprodukt aussehen soll; diese folgen im Anhang an diesen Eintrag.

…und da ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, beende ich hiermit meinen zweiten Wochenbericht und werde üben,üben, üben!!
Bis nächste Woche 🙂